Sonnenschein in Solignano

Die gesperrte Brücke – oder wie man Enttäuschung in Freude wandelt

Solignano ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Parma in der Emilia-Romagna. Das Dorf liegt etwas mehr als 30 Kilometer südwestlich von Parma am Flüsschen Taro. Auch die Pessola fließt durch das Gemeindegebiet, das im Norden durch den Ceno begrenzt wird.

Vorbei an einer malerischen Wiese mit einem Kirchlein führte das Sträßchen. Wie stolz war ich, meine eigens ausgesuchte Route zu fahren. Die frisch gemähten Halme des Getreides bedeckten den Asphalt und glänzten golden in der Mittagssonne. Ab und zu kam mir ein Landwirt auf seinem Traktor entgegen und grüßte freundlich.

Auf diese Art und Weise wäre ich sehr gerne noch lange weitergefahren, doch eine Sperrung der Brücke kurz vor Überquerung des Flusses bereitete meiner Fahrt ein jähes Ende. Warum musste die Brücke auch ausgerechnet heute saniert werden? Wo sie doch im Umkreis von fast 10 Kilometern die einzige Möglichkeit bot, die Taro zu überqueren!

Es half kein Jammern und kein Klagen. Der Weg über die Brücke war mir verwehrt und da die Straße auf meiner Seite zu allem Übel auch noch zu Ende war, ging es in Richtung Berceto nicht mehr weiter.

Schnell erinnerte ich mich an die angenehme Anfahrt, die golden schimmernden Ähren auf dem Feldweg und die Bauern, die ganz bestimmt wieder freundlichen grüßen würden, wenn ich sie auf dem Rückweg überholte. Dieses Mal hätte ihr Lächeln aber wohl eher eine andere Ursache.

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