Auf Abwegen in Varano de Melegari

Die Entscheidung in der Emilia-Romagna

Es mag ja bequem sein, schon zu Hause das teure Navigationssystem zu programmieren um sich dann sorglos von seinem elektronischen Helferlein auf kurvenreichen Traumstraßen zum gewünschten Ziel navigieren zu lassen.

Prospekte und Internetportale einschlägiger Hersteller versprechen nach Vernetzung aller Smart-Geräte wie Headsets, Navis und Handys via Bluetooth eine nie dagewesene Flexibilität in Verbindung mit einem gewaltigen Navigationspotential.

Das ist sehr schön, wenn man es möchte.

Ich bevorzuge zur Navigation eine Kombination aus traditioneller Landkarte und solidem GPS mit Open-Source-Map-Option.

Mit Tankrucksack und Landkarte auf der Strada delle Casane

Diese Entscheidung sollte sich bereits in den ersten Reisetagen bewähren. Mein Ziel war es, die Strada Statale 62 bei Fornovo di Taro zu verlassen und stattdessen der malerischen Strada Provinciale am Strom der Taro entlang zu folgen. Erst bei Berceto sollte es nach einem herrlichen Umweg wieder zurück auf die Staatsstraße gehen. Ein reguläres Navigationsystems hätte diese unbeschreiblich schöne Route – die Teilweise über Feldwege führte – niemals vorgeschlagen.

Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass die Verwendung einer Landkarte das topografische Verständnis fördert und das Orientierungsbewusstsein enorm steigert. Ich weiß gerne wo ich bin und genieße die traditionelle Form der Navigation.

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